Erste Hilfe bei Problemen mit Ihrem Webbrowser

Airzip Inspsearch entfernen

So lässt sich der „Airzip Virus“ wieder löschen

Ihr Webbrowser zeigt beim Start eine Suchmaschine mit der Adresse airzip.inspsearch.com an und auch die Suche im Browser führt zu dieser Webadresse? Dann haben Sie sich den Browser-Hijacker mit dem Namen „Airzip Inspsearch“ bzw. „Airzip Webssearches“ eingefangen, der sich glücklicherweise recht einfach wieder entfernen lässt. Es handelt sich im Übrigen hierbei um keinen echten Virus, sondern lediglich um Adware (Werbesoftware), die überflüssige Anzeigen präsentiert und Werbe-Cookies auf dem System der Betroffenen speichert.

Diese Anleitung führt Sie Schritt um Schritt durch die Deinstallation dieses Plagegeistes. Die hierfür verwendeten Tools (Werkzeuge, Programme) sind komplett kostenfrei und Ihr Rechner ist nach dieser Vorgehensweise wieder befreit von Adware, Spyware und anderen schädlichen Objekten. Außerdem erhalten Sie Informationen über mögliche Gefahrenquellen und Tipps zur Vorbeugung solcher und ähnlicher Gefährdungen.
Airzip-Suche mit Werbeanzeigen und Liste der gesetzten Cookies

Airzip-Suche mit Werbeanzeigen und Liste der gesetzten Cookies

 

Anleitung zum Entfernen von airzip.inspsearch.com aus Firefox, Internet Explorer oder Chrome Browser

1. Verdächtige Software vom PC entfernen

Suchen Sie in der Systemsteuerung unter Programme deinstallieren (Hinweise zum Deinstallieren unter Windows) nach aktuell hinzugekommenen Anwendungen. Die Namen hierfür ändern sich häufig – Bezeichnungen wie „Conduit“, „Inspsearch“, „Globososo“, „Webssearches“ oder irgendetwas mit dem Wort „Toolbar“ als Programmname oder als Hersteller gehören zu den häufiger auftretenden.

Sollte sich nichts passendes / auffälliges finden lassen, dann überspringen Sie diesen Schritt einfach und fahren Sie mit dem nächsten Punkt fort.

2. Die installierten Webbrowser von Adware befreien

Das kostenfreie kleine Tool namens AdwCleaner ist hierfür die erste Wahl. Ohne selbst installiert werden zu müssen, scannt das rund 1 Megabyte kleine Programm den Computer nach Auffälligkeiten in der Registry, in den Systemverzeichnissen und in den Browser-Einstellungen. AdwCleaner von einen der genannten Links downloaden und als Administrator ausführen.

3. Nach eventuell versteckter Malware suchen

Da bei Problemen mit Hijackern wie Inspsearch oftmals weitere Schädlinge auf dem Rechner schlummern, empfehle ich einen vollständigen Scan mit der kostenlosen Version von Malwarebytes Anti-Malware. Dieser Vorgang kann zwar mehrere Stunden dauern, dafür findet und löscht diese Software auch bislang unbemerkte Schadprogramme sowie gefährliche Viren und Trojaner.

4. Alle Browser kontrollieren

In den meisten Fällen sollten alle Browser nun wieder wie gewohnt funktionieren. Testen Sie, ob als Startseite, neuer Tab Seite und als Suchmaschine wieder die Standard-Werte des jeweiligen Browserherstellers verwendet werden. Löschen Sie sicherheitshalber den Verlauf (die History) und die Cookies.

Sollte beim Start des Webbrowsers noch immer airzip.inspsearch.com aufgerufen werden, so könnte es sein, dass bei Ihnen die Start-Verknüpfungen manipuliert werden. Wie sich dieses Problem beheben lässt, ist in dieser kleinen Anleitung beschrieben.

? Wie gelangte der Airzip Virus auf den Rechner?

Die einfachste Art auf das System eines Opfers zu gelangen, ist es den Nutzer selbst diese Aktion durchführen zu lassen. Und genauso machen die „Hacker“ das. Die hier beschriebenen Browser-Manipulationen installiert man sich ganz nebenbei selber mit. Zum Beispiel durch Freeware, Shareware oder Plugins. Oft hat man als Nutzer die Möglichkeit, diese Zusatzprogramme während eines Setups abzuwählen, was jedoch schnell übersehen wird. Spätestens nach dem Neustart von Windows, ist die Infektion dann beim ersten Browserstart zu bemerken und die nervenaufreibenden Arbeiten beginnen.

Versteckter Hinweis auf eine Toolbar in den Nutzungsbedingungen

Versteckter Hinweis auf eine Toolbar in den Nutzungsbedingungen

! Wie lässt sich der PC vor solchen Gefahren schützen?

Das wichtigste ist, sich bei Software-Installationen jeder Art mehr Zeit zu nehmen. Gibt es eine benutzerdefinierte Installation, dann diese durchführen. Sind Zusatzprogramme optional, dann diese abwählen und auf die „Vorteile“ verzichten. Manchmal sind auch in den Nutzungsbedingungen Hinweise auf Änderungen der Browser-Startseiten, Toolbars oder ähnliches versteckt. Diese Bedingungen gilt es zumindest zu überfliegen oder noch besser, sie gründlich zu lesen.

Wer sich, seinen Computer und vor allem seine persönlichen Daten vor Malware und anderen Bedrohungen aus dem Internet schützen möchte, kommt um eine professionelle Sicherheitslösung kaum herum. Ich nutze auf meinen Rechnern entweder Avira Internet Security* oder ESET Smart Security 6* und kann den Kauf eines dieser Tools jedem nur ans Herz legen. Für ~30 € verhindert, wie im Screenshot zu sehen, Avira Internet Security in diesem Beispiel bereits das Aufrufen der eigentlichen Download-Seite sowie die Kommunikation zum Spam-Server und somit letztendlich der Einrichtung deines unerwünschten Programms.

Avira-Warnung - Zugriff auf verseuchte Webseite verhindert

Avira-Warnung – Zugriff auf verseuchte Webseite verhindert

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