Erste Hilfe bei Problemen mit Ihrem Webbrowser

Binkiland entfernen

Anleitung zum Löschen der Binkiland Startseite und Suchmaschine

Browser Hijacker wie Binkiland manipulieren die Einstellungen des Firefox, Google Chrome sowie vom Internet Explorer, ändern die Startseite und legen eine unnütze Suchmaschine als Standard an. Oftmals lassen sich diese Einstellungen nicht ohne weiteres zurücksetzen, da die Hacker ihre Schadsoftware dagegen absichern. Das Hauptproblem ist bei dieser Adware, dass private Daten nicht mehr sicher sind, unseriöse und mit Malware verseuchte Links prominent platziert werden und Opfer sich so weitere Schadsoftware einfangen. Dies führt oft zu Problemen mit Viren, Spionagesoftware und Trojaner, welche letztendlich zu einer massiven Gefährdung des Systems und der eigenen Daten führt.

In dieser Anleitung wird Ihnen Schritt für Schritt erklärt, wie Sie Binkiland vollständig unter Windows XP, Vista, 7 und 8 entfernen können. Alle hierfür benötigten Programme sind kostenfrei nutzbar und haben sich vielfach zur Bereinigung unliebsamer Werbesoftware und anderer Malware bewährt. Es ist wichtig, dass Sie alle Schritte befolgen. Nur so können Sie sicher sein, dass nicht unbemerkt im Hintergrund noch ein Trojaner, Virus oder eine Spyware ihr Unwesen treibt.

Beachten Sie die Hinweise zum Schutz Ihres Computers am Ende und nutzen Sie den Kommentarbereich für Fragen, Hinweise und Probleme.

1. Neu installierte Software deinstallieren

Der „Binkiland Virus“ und ähnliche Hijacker installieren sich Betroffene Windows-Nutzer fast immer mit einem kostenlosen Download-Programm, das irgendwo im Internet herunter geladen wurde, aus Versehen mit. Oft sind in den Nutzungsbedingungen beiläufig diese Zusatzprogramme erwähnt oder es ist ein kaum erkennbares Häkchen angehakt, mit dem solch einer Installation „ausdrücklich zugestimmt wird“.

Deinstallieren Sie neu hinzugekommene Programme über die Systemsteuerung, indem Sie die Ansicht der Software­übersicht nach Datum sortieren. Wie Sie unter Ihrer Windows-Version hierbei vorgehen müssen, ist in diesem Beitrag beschrieben. Fahren Sie anschließend mit dem zweiten Punkt dieser Anleitung fort!

Windows Programme deinstallieren

Windows Programme deinstallieren

2. Adware entfernen

Laden Sie sich den AdwCleaner von einer der hier vorgestellten Seiten herunter. Schließen Sie alle Webbrowser und folgen Sie der Anleitung zur Nutzung dieses Tools. Nach dem Löschen aller mit AdwCleaner aufgespürter Probleme starten Sie Windows neu und fahren Sie mit dem nächsten Schritt dieser Anleitung fort.

3. Gefährliche Malware finden und löschen

Oftmals scheint das Problem mit der Binkiland Adware jetzt schon bereinigt, doch versteckt sich bei vielen Betroffenen weitere Schadsoftware im System. Laden Sie sich die Gratisversion von Malwarebytes Anti-Malware herunter, installieren Sie die Software und verfahren Sie anhand der hier veröffentlichten Anleitung. Ein Scan mit Malwarebytes kann durchaus mehrere Stunden Zeit beanspruchen. Löschen Sie alle infizierten Objekte, starten Sie Windows neu und machen Sie dann mit dem 4. Schritt dieser Anleitung weiter.

4. Cookies und Verlauf löschen

Da Sie binkiland.com sicherlich bereits einige Male aufgerufen und genutzt hatten, empfiehlt es sich, die restlichen Spuren dieser Adware zu löschen. Dies sind im Browser abgespeicherte Cookies, temporäre Internetdateien (Browser Cache) und aufgerufene Webadressen im Browser-Verlauf. Am einfachsten und gründlichsten ist diese Aktion durch das Zurücksetzen des Browsers zu realisieren.

! So schützen Sie sich künftig vor Gefahren aus dem Netz

Jetzt sollte auch der letzte Rest dieser und ggf. weiterer Schadsoftware vom Rechner entfernt sein! Das Spektrum möglicher Gefahren durch Malware ist sehr weitläufig. Man kann nicht pauschal sagen, dass nur ein Viren-Fund nicht ganz so schlimm ist wie 100 Funde.

Malware kann einfache Adware sein, die nur zusätzliche Werbung einblendet und vielleicht nur lästig ist. Malware kann aber auch einen befallenen Rechner komplett ausspionieren, ihn zur Verbreitung von Spam und Viren nutzen, als Teil eines Botnetzes zu kriminellen Attacken auf Internetserver nutzen oder zum Download-Verteiler für verbotene Software und Videos jeder Art missbrauchen. Manche Aktionen bemerkt man Nutzer kaum und man schiebt z.B. ein langsames Internet auf den Provider.

Ein einfacher Schutz mit einer kostenfreien Antiviren-Software reicht heutzutage kaum noch. Echte Computerviren stellen nur einen kleinen Teil möglicher Bedrohungen dar und Gratisprogramme schützen meist nicht vor Spyware, Trojaner und andere Gefahren. Gute professionelle Internet Security Lösungen und ein umsichtiger Umgang mit Windows und dem World Wide Web helfen dabei, besser vor Angriffen aus dem Internet gewappnet zu sein. Avira Internet Security, ESET Smart Security oder Kaspersky Internet Security blockieren u.a. bereits vor dem Besuch kritischer Webseiten, verhindern ungewollte Downloads und bieten einen Rundumschutz für das Betriebssystem mit Firewall, Kindersicherung und einem Echtzeitschutz.

Avira-Warnung - Zugriff auf verseuchte Webseite verhindert

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? In eigener Sache

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