Passwortbuch

Passwortbuch

Zugangs- und Login-Daten nie wieder vergessen und trotzdem sichere Passwörter verwenden

Allein bei Amazon lassen sich eine ganze Reihe kleiner Bücher und Hefte finden, die zur Aufbewahrung Ihrer Zugangsdaten gedacht sind. Oft sind es abgewandelte Notizbücher, die Dank entsprechender vorgefertigter Felder, alle typischen Dinge rund um Zugangsdaten im World Wide Web abfragen. Dazu gehören Neben dem wichtigen Passwort auch der Benutzername, die Internetadresse und so weiter.

Natürlich ist ein Passwortbuch auch im Jahr 2021 bei weitem nicht so sicher, wie sich alle Zugänge ausschließlich im Kopf zu merken. Doch allein mit EC-Karten und Handy-PIN, E-Mail Logins, Online-Banking Zugänge, Passwörter für Facebook, Shops sowie ein paar Online-Spielen und vielem mehr, kommen schon reichlich Informationen zusammen, die man sich eben nicht mehr merken kann.

Vor allem dann nicht, wenn – und das ist eine ganz dringende Empfehlung – kein Passwort mehrmals im Internet verwendet wird.

Eine andere Möglichkeit ist die Nutzung einer Passwort-Software. Hier wird in einer verschlüsselten Datenbank durch und ein Masterpasswort gesichert, alle Zugänge abgelegt und gespeichert. Bekannte Anwendungen sind Keepass, 1Password und Lastpass.

Allesamt sind ohne Einschränkungen zu empfehlen. Wer dazu mehr wissen möchte, sollte sich den Artikel des BSI Wie Passwort-Manager Daten schützen und den kostenpflichtigen Test-Artikel von Stiftung Warentest Pass­wort-Manager im Test – Von 14 schneiden 3 gut ab dazu näher ansehen.

Wie finde ich ein sicheres Kennwort?

Ein möglichst kryptischen und langes Passwort mit reichlich Sonderzeichen, Zahlen sowie Buchstaben in Klein- und Großschreibung ist natürlich sehr sicher. Aber weder merken, noch problemlos abtippen oder gar im Smartphone zügig eingeben ist bei einem Passwort wie W~µ5/õlIi1=ßÄ|*0O möglich.

Ein großes I ist kaum von einem kleinen L unterscheidbar. Ebenso die Ziffer Null und das große O. Viele Sonderzeichen sind am Smartphone oft nicht eben mal schnell ausgewählt. Ändert sich die Sprachversion in der Computerumgebung, wird es nochmals deutlich schwerer das eigene Kennwort in ein Passwortfeld zu übertragen.

Versuchen Sie ein Kennwort so zu gestalten, dass man es selbst, ohne es Zeichenweise ablesen zu müssen, einfach per Tastatur tippen kann. Zum Beispiel ein Satz, dessen Anfangsbuchstaben das Passwort ergeben, funktioniert für viele sehr gut. Das kann durchaus was weniger sinnvolles sein, das merkt sich einfacher.

Aus

Im Jahr 2972 werde ich Tausend Jahre alt!

wird

IJ2972wiTJa!

Beziehungsweise mit einem Zwinkersmiley-Emoji am Ende:

IJ2972wiTJa;-)

Oder ein Filmzitat aus Der Herr der Ringe

Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebensowenig zu früh.

wird

1Zknzs.Ezf.

Eine Liedzeile oder eine Zeile aus einem Gedicht. Ein Zitat aus einem Buch, aus einem Film oder von einer Persönlichkeit. Etwas aus der Bibel oder die Lieblingsserie im Fernsehen. Aus allem, was einem persönlich irgendwo wichtig ist, lässt sich ein leicht merkbares, aber doch sicheres Passwort generieren. Das Umwandeln eines Zahlwortes in Ziffern und das Nutzen von Satzzeichen hierbei nicht vergessen!

Am Sonntag läuft um 20:15 immer der Tatort!

ASlu20:15idT!

Wer hier mal kurz einen Blick ins DVD- oder Bücherregal wirft, über ein paar Songs nachdenkt oder sich einfach im Zimmer umschaut, wird schnell auf etwas für sich selbst passendes kommen. 3, 4 oder mehr sichere Passwörter sind so schnell gefunden und lassen sich zudem prima merken.

Die so gefundenen Codeworte können für wichtige, häufig verwendet Internetzugänge genutzt werden. Vielleicht für die E-Mail, das Online-Banking und als Windows-Passwort. Das sind zumindest 3 Zugänge, die sicher nicht irgendwo aufgeschrieben werden sollten!

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Passwortsicherheit und zum Theme Login im Internet im Allgemeinen. Beispielhaftes Muster Passwortbuch als PDF.

Über den Autor

Daniel
Mit bürgerlichem Namen Daniel Weihmann und wohnhaft in Köthen. Fachinformatiker für Systemintegration. Von 2004 - 2014 angestellt als Systemadministrator und seit 2014 selbstständig im Online-Marketing. Außerdem Mensch hinter dem Browserdoktor-Webprojekt.

1 Kommentar zu "Passwortbuch"

  1. Guten Tag Herr Weihmann,

    endlich erwähnt es einer! Ich bin ganz Ihrer Meinung und wette immer noch darauf, dass es am sinnvollsten ist, sich seine Passwörter in einem Buch aufzuschreiben, statt einfach nur online abzuspeichern. Schauen Sie sich gerne unser Passwortbuch an.

    Beste Grüße aus Münster

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