Erste Hilfe bei Problemen mit Ihrem Webbrowser

Über Browserdoktor

Mehr Aufmerksamkeit für den Browser – bitte!

Browser-Logos - Opera, Internet Explorer, Safari, Iceweasel, Firefox, Midori, Maxthon, Google Chrome

Mit Browserdoktor starte ich den Versuch, möglichst viele Internet­nutzer darauf aufmerksam zu machen, dass bei Problemen mit dem Browser umgehend gehandelt werden muss. Schließlich ist der Webbrowser – egal ob Internet Explorer, Firefox, Google Chrome, Safari, Opera und wie sie alle heißen – der Teil der Anwendungen auf einem Computer, der als größte Schwachstelle angesehen werden kann. Dem Browser werden Dinge wie Passwörter, persönliche Interessen und Vorlieben sowie Kreditkarten-Daten und Kontakte anvertraut.

Kriminelle Hacker versuchen über viele Wege ihre Adware oder ihre Spyware in Form einer sichtbaren oder auch unsichtbaren Toolbar (Smartbar) einzuschleusen. Dies geschieht oft über kostenfrei und völlig legal im Internet heruntergeladener Software (Freeware), welche die Schadsoftware mitbringen und bei der Installation nur in den Nutzungsbedingungen oder bei einem Expertensetup irgendwo erwähnt werden. Betroffen sind neben vielen Windows-Nutzern (Windows XP, Vista, 7 und 8) auch Nutzer von Apple Mac OS.

Die größte Sicherheitslücke ist der Webbrowser

Im Gegenzug wird der Browser durch die unmöglichsten Regionen des Internets manövriert. Da geht es von einem manipulierten (gehackten) Blog zur Webmail-Oberfläche. Neben dem Online-Banking läuft noch ein Download von einer zwielichtigen Webseite für MP3s bzw. Kinofilme oder es geht direkt zu einem Video-Portal mit überwiegend weiblichen Hauptdarstellern in den Kurzfilmen. Von da aus zu einem Online-Formular des Finanzamtes, hin zum medizinischen Fachforum wo man sich anonymer fühlt als beim Hausarzt und weiter zu einem Online-Shop. Nicht jede dieser Seiten meint es gut mit ihren Besuchern und nicht jede Seite ist so sicher programmiert, dass ungewollte Informations­weitergaben und Sicherheits­lücken zu 100% ausgeschlossen werden können.

So verbreitet sich der Bundespolizei Trojaner seit Monaten Tag für Tag durch sogenannte Drive-by-Downloads von oftmals ganz unscheinbaren Internetseiten. Den Hackern ist es egal, ob ihre Malware über einen Foto-Blog, eine Restaurant-Seite oder über die Homepage einer Schule Verbreitung findet. Die dortigen Webmaster sind davon oft völlig überfordert und merken auch nach Wochen noch nichts von ihrem Trojaner-Problem. Selbst vermeintlich große Webportale tauchen immer mal wieder in den Medien auf, wenn diese Webseiten gehackt wurden.

Und was ist mit Schwachstellen am Browser selbst? Zum Beispiel durch freiwillig geschaffene Lücken bei der Installation eines unsicheren Plug-ins oder einer „lustigen“ Erweiterung, die Smilies oder andere bewegte Figuren auf den Monitor zaubert. Oder weil die Updates vernachlässigt werden und so Sicherheitslücken oft gleich mehrere Angriffspunkte liefern. Einen Internet Explorer 7 oder gar 6 treffe ich noch immer in meinen Webstatistiken an. Und auch einstellige Versionsnummern des Firefox, bei dem ich gar nicht genau weiß, wie man es schafft, ihn so veralten zu lassen.

Nur keine Panik

Nun besteht nicht das ganze Internet aus manipulierten Webseiten und kriminellen Webmastern. Auch sind Browser keine Papierschiffchen auf dem Ozean, die von allen Seiten permanent bedroht werden. Aber auch im Auto schnallt man sich an, hat an allen Ecken einen Airback und parkt es sicherlich nicht neben einem morschen Baum im Herbst. Auch an einer Versicherung, die im Schadensfall einspringt, spart man eher nicht.

Genauso sollte man auch mit einem Browser handhaben. An einen gewissen Mindestschutz denken, ein wenig die Augen offen halten und mit einer Antiviren-Software oder Internet-Security-Lösung vor Gefahren weitgehend schützen.

Haftungsausschluss

Alle Anleitungen zum Entfernen von Malware, Sicherheitstipps, Software-Empfehlungen und Handlungsabfolgen sind nach bestem Wissen und Gewissen hier veröffentlicht. Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit und denke, dass auch immer mehrere Lösungen zum Ziel führen werden.

Leider wird es aufgrund der Masse an Browsern, Browser-Einstellungen und Add-ons sowie der Vielzahl an potentiellen Gefahren mir nicht möglich sein, hier alle zu nennen und stets und ständig auf dem aktuellsten Stand zu halten. Bereits beim BKA-Trojaner gab es unzählige Varianten, die das Entfernen jedes Mal ein wenig anderes gestalteten, als beschrieben.

Mitmachen beim Browserdoktor

Ich freue mich über Anregungen und Kommentare. Über Themenvorschläge, Hilfestellungen und Promotion in Form von Links, Likes und Shares. Auf großes Interesse bei den Lesern stieß in den letzten Wochen die Anleitungen zu:

  1. Delta Homes entfernen
  2. Web Searches entfernen
  3. Wajam
  4. Omiga Plus
  5. Adware Cleaner

Über mich: Daniel Weihmann

Ich selbst bin ausgebildeter Fachinfor­matiker für Systemintegration. Ich arbeite in diesem Beruf seit 2004, leite ein kleines Team von Administratoren und habe bereits zahlreiche Ver­öffentlichungen zum Thema BKA- und GVU-Trojaner sowie über verschiedene Browser-Hijacker u.a. in meinem Blog unter www.redirect301.de ins Netz gestellt. Da dieser Blog inhaltlich eigentlich nicht für die Thematiken Sicherheit, Browser, Betriebssysteme und Malware gedacht war/ ist, habe ich mich im Herbst 2013 dazu entschlossen, diesen Inhalten eine neue Plattform zu geben und den Browserdoktor ins Leben gerufen.

Mit redirect301.de geht es weiter in den Bereichen Suchmaschinenoptimierung, WordPress und etwas Servertechnik. Auf browserdoktor.de mit Betriebssystem-Sicherheit, Browser-Fragen und Anleitungen zum Löschen von Trojanern, Spyware und anderen Computer-Schädlingen.