So sieht die Mail aus
Die Mail gibt vor, von PayPal zu kommen. Sie teilt mit, dass eine Rückerstattung auf dein PayPal-Konto überwiesen wurde. Du sollst den Erhalt der Rückzahlung über einen Link bestätigen. Das beschreibt die Verbraucherzentrale NRW in ihrem Eintrag vom 28. Oktober 2026.
Solche Mails nennt man Phishing. Die Betrüger werfen einen Köder aus, hier die Aussicht auf Geld, und hoffen, dass jemand anbeißt. Auch CHIP hat am 30. Oktober unter der Überschrift „Rückerstattung auf Ihr Konto überwiesen“ über betrügerische PayPal-Mails berichtet. Den Artikel selbst konnte ich nicht lesen.
Vier Zeichen, an denen du die Fälschung erkennst
Die Verbraucherzentrale nennt vier Anzeichen für Phishing in dieser Mail:
- Kein Betrag, keine Zahlung. Die Mail nennt weder, wie viel Geld zurückgekommen sein soll, noch, wofür. Wer wirklich Geld zurückbekommt, kennt normalerweise die Zahlung, um die es geht.
- Eine unpersönliche Anrede. Dort steht "Sehr geehrte/r PayPal-Kunde/in" statt deines Namens. Die Verbraucherzentrale hält das für ungewöhnlich bei echter Kundenpost.
- Eine fremde Absenderadresse. Die Adresse hat laut Verbraucherzentrale keinen erkennbaren Bezug zu PayPal. Tippe in deinem Mailprogramm auf den Absendernamen, dann siehst du die echte Adresse.
- Ein Link zum "Bestätigen". Du sollst auf einen Link in der Mail klicken. Genau dafür ist die ganze Nachricht gemacht.
Was du jetzt tust
- Nicht klicken, nicht antworten. Die Verbraucherzentrale rät, solche Mails unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben und keinesfalls auf Links in der Mail zu klicken.
- Selbst nachsehen. Willst du wissen, ob wirklich Geld angekommen ist, öffne die PayPal-App auf dem Handy oder die dir bekannte PayPal-Internetseite. Tippe die Adresse selbst ein, statt einen Link aus der Mail zu benutzen. Auch das empfiehlt die Verbraucherzentrale.
- Der Mail den Weg zurück zeigen. PayPal bittet darum, verdächtige Mails komplett an phishing@paypal.de weiterzuleiten und danach aus dem Posteingang zu löschen. Das steht im Sicherheitscenter von PayPal Deutschland.
Kommt die Nachricht als SMS, geht es ähnlich. Laut PayPal tippst du die Nachricht an und hältst sie gedrückt, wählst "Mehr" und dann den Vorwärtspfeil und gibst phishing@paypal.de als Empfänger ein. Danach blockierst du den Absender und löschst die Nachricht. Auch hier gilt: keine Links antippen und keine Nummern anrufen, die in der Nachricht stehen.
Und wenn du schon geklickt hast?
Dazu nennt keine der Quellen, die ich gelesen habe, einen festen Ablauf. Wohin der Link in dieser Mail führt, schreibt die Verbraucherzentrale ebenfalls nicht. Deshalb ist das hier meine eigene Empfehlung und kein Zitat aus einer Warnung:
- Hast du nur auf den Link getippt und nichts eingegeben, schließ die Seite und lösche die Mail.
- Hast du dort ein Passwort oder Bankdaten eingegeben, ändere das Passwort deines PayPal-Kontos. Öffne dafür die App oder tippe die Adresse selbst ein.
- Hast du Bankdaten oder eine Kartennummer angegeben, ruf deine Bank an. Nimm dafür die Nummer von der Rückseite deiner Karte oder von der Internetseite der Bank.
Zu einer ähnlichen Masche mit falscher Zollgebühr findest du hier den Artikel zur gefälschten DHL-Express-Mail. Alle aktuellen Warnungen stehen auf unserer Phishing-Übersichtsseite.
- Verbraucherzentrale NRW - Phishing-Radar: Aktuelle Warnungen (Eintrag vom 28. Oktober 2026, abgerufen am 31. Oktober 2026)
- PayPal Deutschland - Gefälschte Nachrichten melden (abgerufen am 31. Oktober 2026)
- CHIP über MSN - „Rückerstattung auf Ihr Konto überwiesen“: PayPal-Nutzer erhalten betrügerische Mails (30. Oktober 2026, nur die Überschrift gelesen)