So sieht die gefälschte Mail aus
Die Mail ist professionell gestaltet. Sie nutzt das Google-Logo in den typischen Farben und sieht auf den ersten Blick aus wie eine echte Nachricht von Google Chrome. Der Text behauptet: Auf deinem Gerät wurde aktive Malware erkannt.
So sieht die gefälschte Google-Mail aus (Screenshot vom 2. April 2026)
Die Mail listet angebliche Bedrohungen auf:
- Trojan.Stealer
- Spyware.Keylog
- Adware.Injector
Diese Namen klingen bedrohlich, sind aber frei erfunden. Google verschickt keine solchen Mails. Chrome warnt dich direkt im Browser, nie per E-Mail.
Woran du die Fälschung erkennst
- Absender stimmt nicht: Die Mail kommt nicht von google.com. Der echte Absender ist eine fremde Domain (in diesem Fall alphastarproperties.com)
- Link führt nicht zu Google: Der rote Button "Bedrohungen jetzt entfernen" führt auf eine gefälschte Seite die bei Google Cloud Storage gehostet wird. Das ist nicht Google selbst
- Panikmache: "GENAU JETZT", "hohes Risiko", "IGNORIEREN SIE DIESE WARNUNG NICHT". Echte Google-Mails schreiben nicht so
- Unpersönlich: Die Mail beginnt mit "Hallo daniel.weihmann". Google kennt deinen echten Namen
Was du jetzt tun solltest
- Nicht auf den roten Button klicken: Er führt auf eine Betrugsseite die möglicherweise Schadsoftware installiert oder deine Daten abfragt
- Mail sofort löschen: Oder in den Spam-Ordner verschieben
- Bereits geklickt? Schließe sofort den Browser. Lade keine Dateien herunter. Ändere deine Passwörter für Google und E-Mail. Lasse einen echten Virenscanner laufen (Windows Defender reicht)
Was der E-Mail-Header verrät
Ein Blick in die technischen Daten der Mail zeigt: Die Betrüger nutzen gehackte Webseiten als Absender. Die Mail wurde über die Domain einer Immobilienfirma (alphastarproperties.com) verschickt. Diese Firma hat damit nichts zu tun. Ihr Server wurde missbraucht.
Der Link in der Mail führt auf Google Cloud Storage (storage.googleapis.com). Das ist ein Speicherdienst den jeder nutzen kann. Die Betrüger laden dort ihre gefälschte Seite hoch. Für viele Menschen sieht die Adresse nach Google aus. Ist sie aber nicht.
Warum die Masche so gut funktioniert
Fast jeder nutzt Google oder Chrome. Wenn eine Mail aussieht wie eine offizielle Warnung, reagieren viele Menschen sofort. Genau darauf setzen die Täter.
So prüfst du ob eine Mail echt ist
- Absender prüfen: Klicke auf den Absendernamen. Die echte E-Mail-Adresse wird angezeigt. Bei Google endet sie auf @google.com oder @accounts.google.com
- Link prüfen ohne zu klicken: Fahre mit der Maus über den Button. Unten im Browser siehst du wohin der Link führt. Steht dort nicht google.com, ist es Betrug
- Direkt bei Google nachschauen: Öffne myaccount.google.com in einem neuen Tab (selbst eintippen). Unter "Sicherheit" siehst du ob es echte Warnungen gibt
Alle aktuellen Warnungen findest du auf unserer Phishing-Übersichtsseite.