Was genau hat das Gericht entschieden?
Das Kammergericht Berlin stellte fest, dass WhatsApp die Zustimmung zur Datenweitergabe an Meta auf unlautere Weise eingeholt hat. 2021 mussten Nutzer einer erweiterten Datenfreigabe zustimmen - wer ablehnte, dem drohte die eingeschränkte Nutzung der App.
Das Gericht sagt klar: Eine Einwilligung unter Druck ist keine echte Einwilligung.
Was ändert sich für dich?
- Neue Zustimmungsabfrage kommt: WhatsApp wird ein Pop-up anzeigen, in dem du neu entscheiden kannst
- Ablehnen ohne Nachteile: Auch wenn du "Nein" wählst, funktioniert WhatsApp weiterhin vollständig
- Bisherige Zustimmungen möglicherweise ungültig: Die 2021 erzwungene Einwilligung könnte hinfällig sein
Warum ist das wichtig?
WhatsApp gehört zu Meta - dem Konzern hinter Facebook und Instagram. Meta verdient Geld mit personalisierter Werbung. Je mehr Daten aus WhatsApp in den Werbe-Kosmos fließen, desto gezielter die Anzeigen. Das Berliner Urteil stellt diese Datenbrücke erstmals gerichtlich in Frage.
Meta wird vermutlich Berufung einlegen. Aber das Urteil setzt ein Signal für ganz Europa. Wer generell wissen möchte, wie der eigene Browser die Privatsphäre schützen kann, findet in unserem VPN- und Datenschutz-Ratgeber weitere Informationen.