Was ist der Unterschied zwischen Upload- und Download-Geschwindigkeit?

Da ist man davon überzeugt eine vernünftige Internetgeschwindigkeit zu haben, doch spätestens beim Hochladen eines Videos zu Youtube fällt auf: „Das dauert ja ewig!“. Das liegt oft ganz einfach daran, dass Internetanbieter sehr gern mit der Download-Geschwindigkeit werben und hier ihre 16, 50 oder 100 MBit pro Sekunde hervorheben.

Dass die Upload-Geschwindigkeit dann vielfach nur 1, 2 oder 5 MBit/s betragen wird lieber etwas kleiner oder nur im Hintergrund auf den Werbeanzeigen dargestellt.

Gut, in der Regel brauchen die meisten von uns lediglich eine vernünftige Geschwindigkeit beim Download. Doch auch der Upload kann gerade beim Gaming wichtig sein, oder eben immer dann, wenn größere Datenmengen vom eigenen Rechner bzw. vom Smartphone ins Netz geladen werden sollen.

Wie funktioniert das mit der Internetgeschwindigkeit?

Die Internetgeschwindigkeit wird daran gemessen, wie viele Daten Ihre Internetverbindung pro Sekunde übertragen kann. Dies entspricht Megabits an Daten pro Sekunde (abgekürzt mit MBit/s). Die in MBit/s angezeigten Internetgeschwindigkeiten messen die Geschwindigkeit, mit der ein Anbieter Internetdaten von und zu Ihnen nach Hause sendet (im Allgemeinen als Download-Geschwindigkeit bezeichnet).

Die Daten werden dabei in zwei Richtungen übertragen: Sie laden Informationen aus dem Internet herunter und laden sie hoch, sodass für jede Internetverbindung Download- und Upload-Geschwindigkeiten zu berücksichtigen sind.

Was ist die Downloadgeschwindigkeit?

Die Download-Geschwindigkeit gibt an, wie viele Megabit Daten pro Sekunde erforderlich sind, um Daten in Form von Bildern, Videos, Texten und mehr von einem Webserver herunterzuladen. Für Aktivitäten wie das Hören von Musik in Spotify, das Herunterladen großer Dateien oder das Streamen von Videos in Netflix müssen Sie Daten aus dem World Wide Web herunterladen. Dass hierbei kleinere Datenmengen, z. B. zur Anfrage einer Ressource, gesendet werden müssen, können wir an dieser Stelle außer Acht lassen.

Was ist eine gute Downloadgeschwindigkeit?

Im Allgemeinen werden Geschwindigkeiten von mindestens 25 MBit/s als ausreichende Download-Geschwindigkeiten angesehen, da sie die von der Federal Communication Commission (FCC) festgelegte Mindestschwelle für Breitbandverbindungen erfüllen. Beachten Sie jedoch, dass sich die Anzahl der Geräte, Ihre Online-Aktivitäten und die Anzahl der Internetnutzer in Ihrem Haushalt ändern können. Auch die Gewohnheiten wie das Sehen von Filmen in 4 oder 8 k via Stream, erfordern natürlich eine größere Bandbreite.

Haushalte mit geringeren Nutzungsansprüchen haben auch im Jahr 2022 mit 16 MBit keinerlei Einschränkungen.

Was ist Upload-Geschwindigkeit?

Die Upload-Geschwindigkeit gibt an, wie viele Megabit Daten pro Sekunde Sie an Informationen von Ihrem Computer an ein anderes Gerät oder einen anderen Server im Internet senden können. Während das Herunterladen von Informationen häufiger vorkommt, benötigen einige Online-Aktivitäten Daten, um in die entgegengesetzte Richtung zu wandern. Das Senden von E-Mails, das Spielen von Live-Videospielen im Turnierstil und das Anrufen von Videos bei Freunden erfordern schnelle Upload-Geschwindigkeiten, damit Sie Daten an den Server eines anderen Benutzers senden können.

Auch Zoom-Meetings und andere Arten von Videokonferenzen machen das Senden von Daten, nämlich Video und Audio, parallel zum Download erforderlich.

Was ist eine gute Upload-Geschwindigkeit?

Wiederum werden Upstream-Geschwindigkeiten von 3 MBit/s im Allgemeinen als gute Upload-Geschwindigkeiten angesehen, da sie den Mindeststandard der FCC erfüllen. Wenn Sie oder jemand in Ihrem Haushalt regelmäßig Videos auf YouTube hochladen oder andere größere Datenmengen senden möchte, benötigen Sie möglicherweise einen DSL-Anbieter mit höheren Upload-Raten.

Ab 10 MBit/s lässt sich schon sehr gut arbeiten und selbst größere Datenmengen sind so schnell hochgeladen.

Was ist die Internetbandbreite?

Die Bandbreite ähnelt einer Autobahn – je mehr Fahrspuren Sie haben, desto mehr Platz haben Sie für fahrende Autos. Dadurch können beide Autos schneller fahren und mehr Autos zum Ziel durchlassen.

MBit/s ist ein guter Indikator dafür, wie viel Bandbreite Ihre WLAN Heimverbindung hat. Je mehr Internet-Bandbreite Sie haben, desto höher ist Ihr Datenvolumen, das in einem angemessenen Tempo heruntergeladen werden kann. Und Sie können die Geschwindigkeit erhöhen, mit der die Daten übertragen werden, da mehr davon fließen können.

Welche Bandbreite benötigen Sie?

Wenn Sie überlegen, welche Internetgeschwindigkeiten Sie für verschiedene Aktivitäten benötigen, sollten Sie sowohl die Download- als auch die Upload-Geschwindigkeit berücksichtigen. Wenn Sie darüber nachdenken, für welche Aktivitäten Sie zu Hause das Internet nutzen, können Sie entscheiden, dass hohe Upload-Geschwindigkeiten ein wichtiger Bestandteil sind. Möglicherweise benötigen Sie keine hohen Upload-Geschwindigkeiten und möchten nur hohe Download-Geschwindigkeiten, die für das Streaming auf mehreren Geräten geeignet sind. Es kommt am Ende wirklich auf die eigenen Nutzungsgewohnheiten an und natürlich im Jahr 2022 auch darauf, was in Ihrem Wohnort überhaupt zur Verfügung steht.

Download-Geschwindigkeit vs. Upload-Geschwindigkeit

Viele Anbieter bieten Internet-Pakete mit weitaus höheren Download-Geschwindigkeiten als Uploads an. Beispielsweise kann die Download- und Upload-Geschwindigkeit von AT & T bis zu 80 MBit/s zwischen Upload- und Download-Geschwindigkeit unterscheiden.

Warum Internet-Upload-Geschwindigkeiten langsam und Download-Geschwindigkeiten schnell sind

Die meisten Anbieter konzentrieren sich eher auf die Download-Geschwindigkeit im Vergleich zur Upload-Geschwindigkeit, da bei den meisten Online-Aktivitäten mehr Download-Bandbreite als Upload-Bandbreite erforderlich ist.

Glasfaser-Internetverbindungen sind jedoch noch immer nicht so verbreitet, wie es wünschenswert wäre. Glasfaser-Internetanbieter bieten häufig Upload-Internetgeschwindigkeiten an, die die Downloadgeschwindigkeiten widerspiegeln. So zum Beispiel 50/50 oder 100/100 MBit/s in beide Richtungen.

Upload vs. Download: Wenn es auf die Download-Geschwindigkeit ankommt

Die folgenden allgemeinen Aktivitäten hängen eher von der Download-Geschwindigkeit ab:

  • Netflix-Film oder andere Streaming-Dienste
  • Online-Shopping
  • Facebook und andere Social Media
  • Youtube-Videos ansehen
  • Websites im Netz aufrufen und Online-Inhalte lesen
  • Musik über Streaming-Dienste hören

Upload vs. Download: Wo die Upload-Geschwindigkeiten eine Rolle spielen

Einige Aktivitäten erfordern jedoch eine gewisse Upload-Bandbreite. Ohne ausreichende Bandbreite können einige der folgenden Aktivitäten dazu führen, dass Benutzer mit verlangsamter Internetgeschwindigkeit oder Pufferung konfrontiert werden:

  • Videoanrufe oder Videokonferenzen
  • Live-Gaming
  • Senden von E-Mails mit großen Anhängen
  • Sichern von Daten in Online- oder Cloud-Speicherdiensten
  • Hochladen von Videos in soziale Netzwerke
  • Arbeiten an in der Cloud gehosteten Live-Dokumenten wie Google Sheets oder Docs
  • (FTP) Upload von Inhalten für Websites und Blogs

So überprüfen Sie Ihre Internetgeschwindigkeit

Mithilfe eines kostenlosen Speedtests im Internet können Sie die Geschwindigkeit Ihres Up- und Downstreams messen. Ein Geschwindigkeitstest misst sowohl die Upload- als auch die Download-Rate. Wir empfehlen, die Internetgeschwindigkeit in mehreren Teilen Ihres Hauses zu testen, um die Konsistenz zu überprüfen und festzustellen, ob Sie Ihre WLAN-Verbindung zu Hause verbessern müssen. Gerade die WLAN-Verbindung in der eigenen Wohnung oder im Haus können immense Unterschiede im Speed ausmachen und Probleme hier, haben nun mal nichts mit dem Provider zu tun.

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Daniel

Über den Autor

Daniel Weihmann - Betreiber und Redakteur verschiedener Online-Plattformen wie Browserdoktor.de. Von 2004 bis 2014 als Systemadministrator verantwortlich für mehrere Linux-Server und kommunale Online-Lösungen. Heute selbstständiger Webdesigner, SEO und Online-Marketer in Köthen (Anhalt).

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