Computersicherheit für Unternehmer

Computersicherheit für Unternehmer

So schützen Sie Ihre Geschäftsdaten wirkungsvoll

Türen und Fenster sind geschlossen, eventuell wird noch zusätzlich einmal abgesperrt – so sah der Basisschutz gegen Eindringlinge früher aus. Im Zeitalter der Digitalisierung lauert die Gefahr immer seltener vor der Haustür.

Die Angriffe erfolgen über den Computer, der vielen wichtigen Daten ein Zuhause bietet. Privatpersonen und Unternehmer können nicht mehr auf ihn verzichten. Hier sind alle möglichen Informationen erfasst, Erinnerungen gespeichert und das halbe Leben abgelegt. Anstatt den Nutzern die Arbeit zu erleichtern, stellt die Vernetzung über ihren PC sie vor immer neue Herausforderungen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) veröffentlichte 2018 erneut erschreckende Zahlen:
Über 800 Millionen Schadprogramme sind derzeit unterwegs. Webbasierte Angriffe nehmen enorm zu. Die Malware richtet nicht nur finanziellen Schaden auf Computern an, sie öffnet Datendieben Tür und Tor. Nicht zu vergessen das Thema Datenschutz. Hier drohen neben einem Image-Verlust fürs Unternehmen, enorme wirtschaftliche Schäden.

Risiken im Internet massiv angestiegen

Im aktuellen Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 gibt das BSI wichtige Infos zur Gefahrenlage für deutsche Internetnutzer. Außerdem finden verschiedene Zielgruppen aus Wirtschaft und Gesellschaft Lösungsansätze und Angebote für mehr IT-Sicherheit. Es ist eine umfassende Informationsquelle, die Opfern von Cyberkriminalität wichtige Hilfen bietet.

Gleichzeitig sind zahlreiche Möglichkeiten beschrieben, wie sich Privatpersonen und Wirtschaftsbetriebe im Vorfeld schützen können. Vor allem Unternehmer wissen: Ihre digitalisierten Daten bilden die Geschäftsgrundlage. Werden sie gehackt, ist nicht selten die Existenz bedroht.

Computersicherheit in Unternehmen

Ein wirkungsvoller Schutz in der digitalen Welt ist unumgänglich geworden

Die Digitalisierung der Arbeit

Egal in welchem Business: Ohne Computer und Internet läuft nichts mehr. Die Tage, in denen handgeschriebene Rechnungen die Kunden erreichten, sind lange vorbei. Den Verwaltungs­aufwand auf einem Minimum zu halten, ist besonders für kleine und mittelständische Betriebe oberstes Gebot. Das spart Kosten.

Ausgaben und Einnahmen erfassen Geschäftsleute nur noch elektronisch und bereiten sie meist selbst für die Steuererklärung vor. Mithilfe spezieller Buchhaltungssoftware bleibt am Ende mehr Zeit für die eigentliche Arbeit. Nicht nur für ihre Finanzen nutzen Selbstständige mittlerweile praktische Computerprogramme.

Kontakte und Daten von Geschäftspartnern sind ebenso auf dem PC hinterlegt. Manche behelfen sich mit Excel-Listen, andere nutzen Software, die die Erstellung von Briefen gleich mit übernimmt. Inzwischen lassen sich online alle Kontakte verwalten. So ist ein Zugriff jederzeit und von jedem Ort möglich. Das hält vor allem die Anschaffungskosten für Unternehmer gering, die allein arbeiten und alles selbst erledigen.

Laien wie Experten profitieren von den unendlichen Möglichkeiten, die die Digitalisierung bietet. Wenn nur die Frage der Sicherheit nicht wäre.

Computertastatur und Maus

Das Handwerkszeug hat sich verändert – ebenso das Bedürfnis nach Schutz

Der Mindeststandard an Sicherheit

Hacker attackieren gern die großen Fische. Yahoo, Adobe Systems oder Ebay zählten in den letzten Jahren zu den prominenten Opfern. Mit Millionen von entwendeten Nutzer- und Zahlungsdaten geraten diese erfolgreichen Attacken in die Schlagzeilen. Treffen kann es aber jeden einzelnen Internetnutzer. Auch wenn der Schaden bei Kleinunternehmern oder Ein-Personen-Gesellschaften nicht in die Millionen geht, ist die Existenz bedroht. Ein Mindeststandard an Cybersicherheit ist deshalb unumgänglich für jeden, der sich über den PC im Internet bewegt. Es sind Investitionen, die das gesamte Unternehmen schützen.

Wirkungsvolle Abwehr von Angriffen

Woher die Angriffe kommen, ist ganz unterschiedlich. Manche Malware findet den Weg als Anhang von E-Mails auf die PCs dieser Welt. Andere Programme installieren sich über Internetseiten, die der Nutzer unbedacht aufruft. Diverse Sicherheitseinstellungen im Browser können schon helfen, sich vor manchen dieser Attacken zu schützen.

Die klassische Firewall sollte ebenfalls auf keinem Computer und in einem Netzwerk fehlen. Sie verhindert ungewollte Zugriffe von außen auf das persönliche Netzwerk. Besonders wichtig ist es, mit diesen Abwehrprogrammen regelmäßige Updates durchzuführen. Ständig werden Sicherheitslücken aufgedeckt und bei der Weiterentwicklung der Software miteinbezogen. So bleibt der Schutz permanent auf dem neuesten Stand.

Wenn Viren, Trojaner und Co. einfallen

Für Privatpersonen sind sie äußerst lästig, bei Unternehmern können sie enormen Schaden anrichten: Wenn sich der Computer einen Virus, Trojaner oder Wurm eingefangen hat, geschieht das oft unbemerkt. Abhilfe schafft ein Antivirus-Programm, das in regelmäßigen Abständen den PC auf Malware checkt und diese entfernt.

Neben der gängigen Software von Kaspersky oder Avira bieten auch andere Dienste diese Funktion. Malwarebytes Anti-Malware ist ein zuverlässiges Tool gegen Schadprogramme aller Art. Kostenfrei oder als umfassendere Kaufversion lässt sie sich im Kampf gegen ungewollte Eindringlinge einsetzen. Eine ausführliche Beschreibung von Malwarebytes hilft bei der erfolgreichen Einrichtung.

Mit Passwörtern die Daten sichern

Passwörter benötigt mittlerweile jeder in einer solchen Anzahl, dass die Merkfähigkeit zunehmend strapaziert wird. Als Resultat nutzen viele Menschen überall das gleiche, meist unsichere Passwort. Ob Unternehmer ihr Business allein betreiben oder Mitarbeiter haben: Die Sensibilität für Passwörter ist selten hoch genug. Bereits 2010 ergab eine Umfrage von Forsa, dass 41% der Befragten ihre Passwörter nie aus eigener Initiative ändern. Bei der Zusammenstellung von Passwörtern greifen nach wie vor zu viele Menschen zum Offensichtlichen – Geburtsdaten, Namen, gängige Zahlen- oder Buchstabenfolgen.

Gerade in Unternehmen ist jedoch erhöhte Sicherheit angesagt. Offizielle Stellen wie die Verbraucherzentrale geben hilfreiche Tipps zur Erstellung von Passwörtern in der digitalen Welt. Sie sollten demnach die zulässigen Zeichen voll ausnutzen. Bestenfalls setzen sie sich zusammen aus einem zufälligen Gemisch aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Noch viel wichtiger ist aber, dass Passwörter nicht mehrfach und bei unterschiedlichen Diensten im WWW genutzt werden.

Dass sich solche Passwörter niemand mehr im Kopf behalten kann, versteht sich von selbst. Eine geeignete Form der Passwort-Verwaltung gehört deshalb zum Sicherheitskonzept. Auch hier gibt es mittlerweile Software, die sich darauf spezialisiert hat. Ein einzelner Unternehmer kann auch auf die gute alte Papierablage in einem gesicherten Schrank zurückgreifen. Sinnvoll ist das dort, wo ein schneller und unkomplizierter Zugriff möglich ist – beispielsweise im Home-Office.

Separater PC ohne Internetanschluss

Eine etwas größere Investition für das eigene Business bringt noch ein Stück mehr Sicherheit. Viele Unternehmer setzen darauf, einen zweiten Computer ohne Anschluss an ein Netzwerk oder Zugang zum World Wide Web zu haben. Sensible Kunden- und Geschäftsdaten finden hier ein sicheres Umfeld, solange kein Zugriff von außen ermöglicht wird. So kann ein Teil der Geschäfte über den PC mit Internetzugang erledigt werden, während sich sensible Daten im zusätzlichen Rechner einpflegen lassen.

Nicht für jedes Business ist diese Methode praktikabel. Müssen die Daten auch an anderen Standorten verfügbar sein, scheidet die Lösung aus. Für viele Betriebe kann es jedoch ein erhöhtes Maß an Sicherheit bedeuten.

Mein Fazit
Ein 100 prozentiger Schutz ist kaum erreichbar. Kriminelle Hacker werden immer Wege finden und diese auch nutzen. Mit den hier veröffentlichten Tipps und Hinweisen, kann es aber potentiellen Angreifern deutlich erschwert werden, an sensible Daten zu gelangen und so dem Unternehmen zu schaden. Ein guter Sicherheitsexperte im eigenen Firmenumfeld ist immer eine gute Investition. Ebenso in entsprechende Technik und Software sowie in die regelmäßige Schulung der eigenen Mitarbeiter ist immer ein wirksames Mittel.

 

Über den Autor

Daniel
Mit bürgerlichem Namen Daniel Weihmann und wohnhaft in Köthen. Fachinformatiker für Systemintegration. Von 2004 - 2014 angestellt als Systemadministrator und seit 2014 selbstständig im Online-Marketing. Außerdem Mensch hinter dem Browserdoktor-Webprojekt.

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