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Anleitung zum Deinstallieren der ungewollten iStartSurf.com Browser-Startseite
Beim iStartSurf Virus handelt es sich um Adware (Werbesoftware), die durch das Manipulieren der Browser-Einstellungen www.istartsurf.com als Startseite und Standardsuche in den installierten Webbrowsern einrichtet. Betroffen sind alle Windows-Versionen von XP, Vista, 7, 8 und 8.1 sowie die am häufigsten verwendeten Browser Firefox, Google Chrome, Opera und Internet Explorer.
iStartSurf ist zum Glück (noch) kein echter Virus, der ggf. Ihre Daten löscht oder kopiert und auch keine Spyware, die PINs und Passwörter ausspäht. Aber durch den Aufruf der istartsurf.com Internetseite lassen sich gefakte Links zu mit Malware verseuchten Webseiten ausspielen, manipulierte Cookies speichern und das Nutzerverhalten ausspähen.
Dahinter stecken chinesische Cyberkriminelle, die bereits durch ähnliche Attacken wie Omiga Plus oder Sweet Page tausende Nutzer genervt hatten und sicherlich eine Menge Geld damit „verdienen“ konnten.
So werden Sie iStartSurf los
Diese Anleitung beschreibt in leicht nachvollziehbaren Schritten, wie Sie iStartSurf wieder loswerden und sich künftig besser vor solchen Gefahren schützen können. Beachten Sie bitte, dass die Hacker mit der Zeit oftmals Bezeichnungen abändern und manchmal auch ihre Schadsoftware „verbessern“. Führen Sie auf jeden Fall alle hier beschriebenen Schritte durch und nutzen Sie den Kommentarbereich bei Fragen oder Hinweisen.
1. Deinstallieren des Trojaners über die Windows-Programmverwaltung
Zum Schutz der gehackten Browser-Einstellungen werden Programme eingesetzt, die ein einfaches Zurücksetzen der Browser durch den Nutzer verhindern. Diese gilt es als erstes zu finden und vollständig zu deinstallieren. Halten Sie in der Windows-Softwareverwaltung nach Anwendungen mit den Namen iStartSurf, WPM18***, Toolbar, IE Protect, SupTab … Ausschau und entfernen diese Programme.
Hinweise zum Aufspüren und zum korrekten Deinstallieren unter Windows hält dieser Beitrag für Sie bereit.
2. Adware auf dem System finden und entfernen
Mit Hilfe des kostenfreien Tools AdwCleaner lässt sich der Windows-Rechner unkompliziert und schnell nach möglichen Werbeprogrammen und manipulierten Systemeinstellungen untersuchen. Laden Sie sich das etwa 1,3 Megabyte kleine Programm herunter und verfahren Sie wie in dieser Anleitung beschrieben.
Oftmals ist nach der Durchführung dieses Punktes das Problem offensichtlich schon behoben. Führen Sie trotzdem unbedingt auch die weiteren hier beschriebenen Schritte durch, um wirklich die komplette Schadsoftware vom Rechner zu löschen!
3. Programmverknüpfungen kontrollieren
Beim iStartSurf-Virus wird gehäuft die Startverknüpfung von Firefox, Chrome und Internet Explorer verändert. Wenn Sie Ihren Browser vom Desktop, unter Start > Programme oder von der Schnellstartleiste heraus öffnen, wird jedes Mal nur ein Link / eine Verknüpfung (Shortcut) auf das eigentliche Programm betätigt. Diese Startlinks lassen sich erweitern bzw. wie in diesem Fall manipulieren.
Kontrollieren Sie dies auf Ihrem System und verfahren Sie bei Bedarf anhand der folgenden Anleitung.

4. Vollständigen Malware-Scan durchführen
Leider sind Opfer von Browser-Hijackern wie iStartSurf oftmals zusätzlich von viel gefährlicheren Schadprogrammen wie Viren, Trojanern, Spyware usw. betroffen. Diese Schädlinge verbreiten vom heimischen Computer aus Spam, loggen Zugangsdaten mit oder missbrauchen Privatrechner für Angriffe auf Server im Internet. Diese Gefahren werden meist überhaupt nicht bemerkt und einfach mit einem „mal wieder langsamen Windows oder Internetzugang“ abgetan.
Überprüfen Sie Ihr System mit der kostenfreien Version Malwarebytes Anti-Malware. Diese findet und löscht infizierte Objekte zuverlässig, ohne Einschränkungen gegenüber der Premium-Software. Diese würde zusätzlich einen Echtzeitschutz mitbringen, was optional 30 Tage gratis getestet werden kann.
5. Cookies löschen und Browser-Verlauf leeren
Cookies sind kleine Textdateien, die fast jedem Aufruf von Internetseiten auf Ihrem Rechner gespeichert werden. Im Normalfall machen diese das Surfen im Web angenehmer, da Seitenbetreiber so z.B. Warenkörbe, zuletzt besuchte Inhalte, Webseiten-Einstellungen oder Logins speichern können. Cookies werden aber auch zum Tracking eingesetzt und Internetseiten wie istartsurf.com zur Nutzerverfolgung etc. verwendet.
Ich empfehle daher das Löschen aller Cookies, um den Hackern mit diesem Schritt einfach auch letzte Informationen über Sie zu entziehen. Auch das Leeren der Browser-History, dem Verlauf der zuletzt aufgerufenen Webseiten, ist empfehlenswert. Damit gelangen Sie nicht nochmals aus Versehen auf möglicherweise manipulierte Webinhalte der Hacker, die während der Nutzung von istartsurf.com aufgerufen wurden.
6. So halten Sie Ihren Rechner künftig sauber
Laden Sie sich kostenfreie Software nur von vertrauenswürdigen Download-Portalen (z.B. bei Heise) herunter. Nehmen Sie sich Zeit beim Installieren neuer Programme aus dem Internet und achten Sie darauf, dass keine überflüssigen Zusatzprogramme mit installiert werden. Hierfür stets eine Experten- oder benutzerdefinierte Installation auswählen und alles abwählen, was man nicht haben möchte.
Halten Sie Ihr Betriebssystem und installierte Programme stets aktuell. Programme wie Secunia PSI können Sie dabei unterstützen und leiten den Nutzer zu den korrekten Hersteller-Downloadseiten. Führen Sie keine vermeintlichen Sicherheitsüberprüfungen oder Updates durch, wenn Sie auf irgendwelchen Webseiten darauf hingewiesen werden.
Schützen Sie Ihren Computer ab sofort mit einer professionellen Sicherheitslösung wie ESET Smart Security oder Avira Internet Security. Dieser Rundumschutz kostet zwar ein paar Euro, aber Zugriffe auf verseuchte Webseiten werden umgehend blockiert und Downloads bei einer Gefahrenerkennung gestoppt.
Nutzen Sie die hier angebotenen Testzeiträume, um sich ein Bild von diesen Anwendungen zu machen.
Einfache Free-Antiviren-Programme sind für Bedrohungen wie Adware, Phishing, Spyware und andere Malware meist nicht ausgelegt und verhindern Attacken wie durch iStartSurf nicht.
Überprüfen Sie Ihr System regelmäßig z.B. mit Adwcleaner und Malwarebytes Anti-Malware und sichern Sie Ihre wichtigsten Daten (Fotos, Dokumente, E-Mails usw.) regelmäßig auf eine externe Festplatte oder ein anderes für Sie geeignetes Medium.
Fragen, Hinweise & Anregungen
Nutzen Sie den Kommentarbereich unterhalb dieser Anleitung, wenn Sie noch Fragen haben sollten oder etwas nicht so funktioniert hat wie beschrieben. Wenn möglich, wird Ihnen bei Problemen auf diesem Weg weiter geholfen.
Sollten Sie noch wissen, durch welches Programm Sie sich die iStartSurf-Adware eingefangen haben, dann können Sie auch dies hier gern anderen Lesern mitteilen. Auch wenn Sie andere Vorgehensweisen zum Löschen eingesetzt haben oder auf andere Schutzmechanismen setzen.
Über einen kurzer Gruß und einen „Daumen hoch“ freue mich natürlich, wenn Sie auf diesem Weg den Plagegeist los geworden sind. Gern dürfen Sie auf diese Anleitung zum Entfernen von iStartSearch in den sozialen Medien, in Foren oder auf Ihrer eigenen Homepage verweisen (https://www.browserdoktor.de/istartsurf-entfernen/). Das hilft sicher auch anderen weiter.


