MyStart Search entfernen

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MyStart Search trug sich ungefragt als Startseite und Standardsuchmaschine ein. Die Seite sah auf den ersten Blick aus wie eine gewöhnliche Suchmaschine, reichte die Anfragen aber an die Ask-Suche weiter und verdiente an der eingeblendeten Werbung mit. Betrieben wurde das Ganze unter mystart.incredibar.com.

Je nachdem, mit welchem Programm sie mitkam, tauchte sie unter unterschiedlichen Namen auf: MyStart Search, My Start Search, Incredibar Search, Incredimail Search oder Smilebox Search. Technisch war es immer dasselbe, und deshalb funktioniert auch immer dieselbe Reinigung.

1. Das Programm deinstallieren

Die Erweiterung im Browser ist nur der sichtbare Teil. Meist sitzt zusätzlich ein Programm im System, das sie nach jedem Löschen neu einträgt. Deshalb beginnst du in Windows.

  1. Drücke Windows-Taste + I, gehe auf Apps und Installierte Apps. Die klassische Ansicht erreichst du weiterhin über Windows-Taste + R und appwiz.cpl.
  2. Sortiere nach Installationsdatum. Der gesuchte Eintrag stammt vom selben Tag wie das Programm, das du eigentlich installieren wolltest.
  3. Achte auf Web Assistant, Incredibar Toolbar, Incredibar Games und auf Einträge ganz ohne Herstellerangabe.

Lässt sich etwas nicht entfernen, hilft der Ratgeber Programme unter Windows deinstallieren.

2. Erweiterung im Browser löschen

Schließe alle Browserfenster und öffne den Browser neu, damit keine alte Sitzung die Änderung überschreibt.

  • Chrome: chrome://extensions
  • Firefox: about:addons, dann Erweiterungen
  • Edge: edge://extensions

Anschließend Startseite, Seite beim Start und Standardsuchmaschine kontrollieren. Fremde Einträge in der Suchmaschinenliste gehören gelöscht und nicht nur abgewählt.

3. Die Verknüpfung prüfen

Der Schritt wird am häufigsten übersehen. An die Verknüpfung des Browsers lässt sich eine Adresse anhängen, die dann bei jedem Start geöffnet wird. Solange sie dort steht, hilft keine Einstellung im Browser.

Rechtsklick auf das Browser-Symbol, dann Eigenschaften. Im Feld Ziel darf hinter chrome.exe, firefox.exe oder msedge.exe nichts mehr stehen. Wie das im Detail aussieht, zeigt der Beitrag falsche Startseite durch manipulierte Verknüpfung. Bei angehefteten Symbolen in der Taskleiste hilft nur, sie zu lösen und eine saubere Verknüpfung neu anzuheften.

4. Mit dem AdwCleaner nachfassen

Der kostenlose AdwCleaner ist genau für diese Kategorie gemacht. Er findet zugehörige Registry-Einträge, Dienste, geplante Aufgaben und Browser-Richtlinien und entfernt sie. Vor dem Suchlauf alle Browser schließen, danach den Rechner neu starten.

5. Auf weitere Schadsoftware prüfen

Wer sich eine Beigabe einfängt, fängt sich oft mehrere ein. Ein Suchlauf mit der kostenlosen Version von Malwarebytes deckt Trojaner und Spyware auf, die ein reines Adware-Tool nicht abdeckt. Zum Abschluss noch das Zurücksetzen des Browsers, damit auch Cookies und gesetzte Berechtigungen verschwinden. Lesezeichen und Passwörter bleiben dabei erhalten.

Die kostenlose Version findet und entfernt, was bereits auf dem Rechner ist. Wer verhindern will, dass sich so etwas überhaupt wieder einnistet, braucht einen Echtzeitschutz, der schon beim Download eingreift. Genau das leistet die Premium-Variante:

Malwarebytes Premium (2 Geräte, 18 Monate)

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Preis abgerufen am 16.08.2026 um 16:07 Uhr. Bei Amazon kann er sich jederzeit ändern.

Der klassische Malwarebytes-Premium-Schutz ohne VPN, dafür mit besonders langer Laufzeit. Das Programm läuft im Hintergrund, blockiert infizierte und betrügerische Webseiten und stoppt Ransomware, bevor sie Schaden anrichtet. Die Lizenz deckt zwei Geräte über 18 Monate ab, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für alle, die nur den reinen Schutz suchen.

Vorteile
  • Echtzeitschutz gegen Malware, Ransomware und Exploits
  • Blockiert Phishing- und infizierte Webseiten schon vor dem Aufruf
  • Lange Laufzeit von 18 Monaten für zwei Geräte
  • Ressourcenschonend, läuft auch neben einem vorhandenen Virenscanner
  • Lieferung als Aktivierungscode per E-Mail, kein Datenträger nötig
Zu beachten
  • Kein VPN enthalten
  • Nach Ablauf kostenpflichtige Verlängerung nötig
  • Reiner Schutz ohne Zusatzfunktionen wie Privatsphäre-Tools
Einordnung: Die passende Variante, wenn Sie ausschließlich den Malware-Schutz möchten und auf ein VPN verzichten können, dafür länger Ruhe haben wollen.
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Diese Namen gehören zur selben Familie

Dieselbe Technik lief über die Jahre unter vielen Bezeichnungen. Wenn du einen dieser Namen in der Adressleiste oder in der Programmliste findest, gilt die Anleitung von oben unverändert:

MyStart Search, My Start Search, MyStartSearch, Incredibar Search, Incredimail Search, Smilebox Search, Web Assistant, Search Anonymo, Tavanero Search, StartSearch.org, MyFireSearch, My Smart Search, Search Rspark.

Entscheidend ist nicht der Name, sondern das Verhalten: eine Suchseite, die du nie ausgewählt hast, die sich nach dem Löschen wieder einträgt und die Anfragen an eine andere Suchmaschine weiterreicht.

So fängst du dir das nicht wieder ein

Der Verbreitungsweg war nie eine Sicherheitslücke, sondern immer das Setup eines kostenlosen Programms. Dort ist die Zusatzinstallation vorausgewählt, und wer zügig auf Weiter klickt, hat sie mitinstalliert.

Setup-Dialog mit Auswahl zwischen Standard- und benutzerdefinierter Installation
Nur die benutzerdefinierte Installation zeigt, was sonst noch mitkommt
  1. Software nur von der Herstellerseite laden, nicht über Portale mit eigenem Installer.
  2. Im Setup immer die benutzerdefinierte Installation wählen, nur dort werden die Haken sichtbar.
  3. Jeden Schritt lesen, auch das Kleingedruckte über den Schaltflächen.
  4. Wer viel Software ausprobiert, macht das besser in einer virtuellen Maschine als auf dem Hauptrechner.

Ein aktueller Virenscanner fängt viele dieser Installer schon beim Download ab. Im folgenden Beispiel blockierte er bereits den Aufruf der Suchseite.

ESET HOME Security Essential 2026

ESET
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Wer nach einem Vorfall wie oben dauerhaft besser geschützt sein möchte, findet in ESET HOME Security Essential eine solide Grundabsicherung. Es ist der direkte Nachfolger der früheren "ESET Internet Security" und bringt neben dem Echtzeit-Virenschutz genau die Funktionen mit, die bei Phishing-Mails und nachgeladenen Trojanern greifen: Schutz vor betrügerischen Webseiten, sicheres Online-Banking und eine Firewall. Diese Variante deckt drei Geräte für ein Jahr ab und läuft unter Windows, macOS und Android.

Vorteile
  • Echtzeit-Schutz vor Viren, Trojanern und Ransomware, wie sie über E-Mail-Anhänge nachgeladen werden
  • Phishing- und Betrugsschutz blockiert gefälschte Webseiten schon vor dem Aufruf
  • Eigener Modus für sicheres Online-Banking und Bezahlen
  • Integrierte Firewall und Webcam-Schutz
  • Läuft ressourcenschonend auf drei Geräten (Windows, macOS, Android)
Zu beachten
  • Lieferung als Aktivierungscode per E-Mail, kein Datenträger
  • VPN und Passwortmanager sind erst in den höheren Stufen Premium und Ultimate enthalten
  • Lizenz gilt für ein Jahr und verlängert sich danach kostenpflichtig
Einordnung: Für die im Artikel beschriebenen Gefahren durch Phishing-Mails und nachgeladene Trojaner ist die Essential-Stufe die passende Grundabsicherung. Wer zusätzlich ein VPN oder einen Passwortmanager möchte, schaut sich die Premium-Variante an.
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Bitdefender Total Security 2026

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Preis abgerufen am 16.08.2026 um 16:07 Uhr. Bei Amazon kann er sich jederzeit ändern.

Wer einen umfassenderen Rundumschutz sucht, findet in Bitdefender Total Security eine der bekanntesten Komplettlösungen. Das Paket schützt in Echtzeit vor Viren, Ransomware und Phishing, bringt eine Firewall, einen abgesicherten Browser fürs Online-Banking sowie ein integriertes VPN mit und deckt je nach Lizenz mehrere Geräte unter Windows, macOS, Android und iOS ab.

Vorteile
  • Starker Echtzeit-Schutz vor Viren, Ransomware und Phishing
  • Abgesicherter Browser (Safepay) für Online-Banking und Bezahlen
  • Integriertes VPN für unterwegs
  • Deckt mehrere Geräte plattformübergreifend ab (Windows, macOS, Android, iOS)
  • Geringe Systemlast durch Cloud-Scanning
Zu beachten
  • Lieferung als Aktivierungscode per E-Mail über einen Drittanbieter, kein Datenträger
  • Das enthaltene VPN ist im Datenvolumen begrenzt (unbegrenzt erst in höheren Stufen)
  • Lizenz verlängert sich nach Ablauf kostenpflichtig
Einordnung: Die umfangreichste der hier vorgestellten Lösungen - sinnvoll für alle, die Virenschutz, Firewall, Banking-Schutz und ein VPN in einem Paket und über mehrere Geräte hinweg möchten.
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Schutzsoftware blockiert den Aufruf von MyStartSearch
Ein Virenscanner blockierte den Aufruf der Suchseite bereits im Browser

Was sonst noch hilft, steht im Ratgeber Sicherheit im Internet. Eine Einordnung der ganzen Kategorie bietet Was ist Adware? und der Bereich Viren und Malware entfernen.

Häufige Fragen

Ist MyStart Search ein Virus?

Nein, technisch nicht. Es wurden keine Daten zerstört oder verschlüsselt. Die Software änderte Browsereinstellungen und leitete Suchanfragen um, um an Werbung zu verdienen. Die übliche Einordnung lautet Adware beziehungsweise Browser-Hijacker.

Warum kommt die Suchseite nach dem Löschen zurück?

Dann läuft entweder noch das zugehörige Programm im System, oder in der Desktop-Verknüpfung hängt die Adresse hinter der EXE-Datei. Beides ist in Schritt 1 und 3 beschrieben.

Reicht es, die Startseite einfach zurückzustellen?

Nur wenn das zugehörige Programm bereits entfernt ist. Sonst trägt es die Einstellung beim nächsten Start erneut ein. Deshalb die Reihenfolge einhalten und den Reset ganz zum Schluss machen.

Kann ich mir MyStart Search heute noch einfangen?

Praktisch nicht mehr, die Infrastruktur ist abgeschaltet. Die Masche gibt es weiterhin, nur unter anderen Namen. Das Vorgehen zur Reinigung ist unverändert geblieben.