So lässt sich der „AwesomeHP Virus“ sicher und kostenlos löschen
Bei der Möchtegern-Suchmaschine und Browser-Startseite awesomehp.com handelt es sich um Adware (Werbesoftware), welche den Firefox, Internet Explorer, Chrome und andere Internet-Browser kapert und deren Einstellungen ungefragt verändert. Der Virus verbreitet sich bei der Installation kostenfreier Vollversionen (Freeware, Shareware) sowie durch modifizierte Updates von Java oder Flash und lässt sich nicht ohne weiteres wieder deinstallieren.
Diese „geniale“ Adware-Webseite ähnelt in gewissen Zügen der Google-Suche, wodurch unerfahrene Internet-Nutzer eine Zeit lang getäuscht werden sollen. Awesomehp versucht auf Internet-Angebote zu verweisen, die teilweise unseriös sind, zum Einkauf bzw. zu kostenpflichtigen Registrierungen verleiten sollen.
Es werden bereits beim ersten Besuch der Spam-Webseite Cookies gespeichert, die das Nutzungsverhalten protokollieren, persönliche Daten erfassen und zur Ermittlung von Vermittlungsprovisionen genutzt werden. Die Suchergebnisse liefert Yahoo Search (es erfolgt ein Redirect bei Suchanfragen an diese Suchmaschine).
Die Browser-Einstellungen sollten unaufschiebbar korrigiert und sämtliche Bestandteile der Adware entfernt werden. Auch wenn Awesomehp kein klassischer Virus bzw. Trojaner ist, gelten Browser-Hijacker dieser Art (manchmal fällt in diesem Zusammenhang auch der Begriff Toolbar) als gefährlich und als ein nachteiliger Eingriff in die Privatsphäre ihrer Opfer.

Anleitung: Wie entferne ich Awesomehp?
Diese Anleitung beschreibt, wie Sie den Awesomehp Virus auf einfache Weise wieder entfernen können, ohne dass irgendein kostenpflichtiges Programm gekauft werden muss. Es sind keine speziellen Computer-Kenntnisse erforderlich und auch weniger erfahrene PC-Nutzer sollten die gewohnten Browser-Einstellungen in wenigen Minuten wieder hergestellt haben.
Arbeiten Sie einfach in Ruhe die hier beschriebenen Punkte ab. Hinterlassen Sie bitte einen Kommentar wenn es mithilfe dieser Anleitung geklappt hat, das Problem zu beseitigen oder Sie noch Fragen bzw. Hinweise haben sollten. Helfen Sie mit, diese Informationen im Internet zu verbreiten. Zum Beispiel per Facebook, in Ihrem Lieblingsforum oder auf der eigenen Homepage.
1. Awesomehp deinstallieren
Über Systemsteuerung > Programm deinstallieren bei Windows XP / 7 bzw. Tastenkombination [Windows] + [X] > Programme und Features bei Windows 8 aufrufen. Hier empfiehlt es sich nach Datum zu sortieren (Klick auf Installiert am) und zeitlich in Frage kommende Anwendungen per Rechtsklick zu deinstallieren (uninstall). Die Namen für die Hijacker-Software können vielfältig sein und diese Liste ist definitiv nicht vollständig:
- DProtect
- WPM 17.xx.xx
- IE Plugin Service
- Awesomehp Extension
- Unknown
Tipp: Hat man sich die Adware heute eingefangen, dann sollten alle Programm entfernt werden, die am heutigen Datum installiert wurden. Sollte nichts passendes dabei sein, dann diesen Schritt überspringen und sofort mit Punkt 2 fortfahren.
2. Die Adware-Probleme in den Browsern beheben
Für diese Aufgabe hat sich ein kostenfreies Werkzeug namens AdwCleaner bestens bewährt. Es findet alle problematischen Einstellungen, Registry-Einträge und Dateien, die im Zusammenhang mit unerwünschter Werbesoftware stehen. AdwCleaner löscht diese auf Wunsch und beseitigt sämtliche schadhaften Konfigurationen und Windows XP, Vista, 7 und 8 sowie 10.
Oftmals ist bereits nach diesem Schritt das Problem bereits aus der Welt geschafft, trotzdem unbedingt auch Punkt 3 befolgen.
3. Tool zum Aufspüren und Beseitigen versteckter gefährlicher Malware unter Windows
Das Anti-Malware Programm Malwarebytes gibt es in einer professionellen und auch in einer kostenlosen Version. Die kostenfreie reicht für diese Aufgabe völlig aus. Das Programm downloaden, installieren und ausführen. Auch wenn ein Scan sehr lange dauern kann, es lohnt sich. Malwarebytes findet und löscht Trojaner, Spyware und schädliche Anwendungen auf dem Computer.
4. Verknüpfungen bereinigen
Awesomehp tritt vermehrt mit einer kleinen Veränderung der Programmstart-Verknüpfung auf. Eine solche Verknüpfung kann mit sogenannten Parametern versehen werden. So zum Beispiel welche Startseite aufgerufen werden soll. Kontrollieren Sie an dieser Stelle die Verknüpfungen auf dem Desktop, der Taskleiste, in der Startleiste unter Programme usw., um diese Manipulationen rückgängig zu machen.
In der Taskleiste (in der Regel unten zwischen dem Start-Knopf links und der Uhr rechts) funktioniert kein Rechtsklick + Eigenschaften bei den dort aufgeführten Icons. Hier hilft es aber per Rechtsklick mit der Maus „dieses Programm von der Taskleiste zu lösen“ und wieder neu anzuheften. Dazu ein vom Awesomehp-Link bereinigtes Browser-Icon wählen, z.B. unter Start > Programme, und per Rechtsklick „an Taskleiste anheften“.

5. Alle Browser kontrollieren
Zum Schluss alle installieren Browser-Programme testen. Überprüfen Sie, ob die Startseite die des Browser-Herstellers beim Programmstart aufgerufen wird und ob als Standard-Suchmaschine Google bzw. Bing verwendet wird. Diese Einstellungen lassen sich mit wenigen Mausklicks auch an die eigenen Bedürfnisse anpassen.
Sich künftig vor Problemen dieser Art schützen
Wer sich, seinen Computer und vor allem seine persönlichen Daten vor Malware und anderen Bedrohungen aus dem Internet schützen möchte, kommt um eine professionelle Sicherheitslösung kaum herum. Ich nutze auf meinen Windows-Systemen entweder Avira Internet Security* oder ESET Smart Security* und kann den Kauf bzw. erst einmal den kostenlosen Test eines dieser Tools jedem nur ans Herz legen. Für 30-40 € verhindert, wie im Screenshot zu sehen, ESET in diesem Beispiel bereits das Aufrufen der eigentlichen Download-Seite sowie die Kommunikation zum Spam-Server und somit letztendlich der Einrichtung der Schadsoftware.

Sie sollten bei jeder Programm-Installation darauf achten, was auf den Rechner kopiert werden soll. Viele Nutzer klicken während eines Software-Setup einfach nur auf den weiter-Button, ohne einen Blick auf eventuell angehakte Zusatz-Anwendungen zu werfen. Oftmals kann das Entfernen eines Hakens eine Menge Probleme verhindern und viel Zeit bei der Konfliktbeseitigung gespart werden. Bei der nächsten Software-Installation einfach 1 Minute mehr Zeit nehmen und auch mal einen Blick auf die Lizenz-Bedingen werfen!

Außerdem darauf achten, was wo herunter geladen werden soll. Nicht jede Quelle für ein neues Programm ist auch eine sichere Quelle für Downloads. Schon gar nicht, wenn plötzlich und ungefragt große Hinweise auf ein erforderliches Update verweisen, eine potentielle Schwachstelle auf Ihrem PC entdeckt wurde und Ihr Computer kostenlos gescannt werden soll oder Ihnen ein anderes „ganz wichtiges“ Tool angeboten wird.
Was ist Awesomehp und wer steckt dahinter?
Registriert ist die Domain auf Moniker Privacy Services, einem Domain-Service in den USA. Laut den eigenen Datenschutzhinweisen steckt eine Firma namens Tomoon Inc. hinter awesomehp.com. Sicherlich nur irgendein Phantasiename, genauso gut könnte dort auch Musterfirma stehen. Im Impressum wird InfoSpace Inc. aus Bellevue, Washington erwähnt. Eine Firma (heute Blucora) die immerhin existiert(e) und sogar im Suchmaschinenmarkt aktiv war. Ob diese Aussage allerdings echt ist, kann jedoch angezweifelt werden.
Der Inhaber der IP 50.97.32.134 (unter dieser wird awesomehp.com betrieben) hat eine Adresse in Peking, China und steht auch mit ähnlichen Hijackern wie dem Nationzoom und dem Sweet Page Trojaner in Beziehung.
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