Erste Hilfe bei Problemen mit Ihrem Webbrowser

Web Searches entfernen

Anleitung: So werden Sie die Websearch Suche und Startseite wieder los

Gleich unter mehreren Adressen treibt die Pseudo-Suchmaschine „Websearch“ oder auch „Web Searches“ ihr Unwesen. Das potentiell unnütze Programm (PUP) verbreitet sich nicht nur in Deutschland rasant, sondern ist weltweit in zahlreichen Browsern wiederzufinden.
Bislang stieß ich auf die folgende Liste Domains, die alle unter einer IP-Adresse auf einem in Deutschland betriebenen Server liegen:

  • websearch.youwillfind.info
  • websearch.simplesearches.info
  • websearch.oversearch.info
  • websearch.searchiseasy.info
  • websearch.searchisfun.info
  • websearch.goodfindings.info
  • websearch.greatresults.info

Wer noch weitere Adressen kennt, kann diese gern in den Kommentaren unterhalb dieses Beitrags posten. Gut möglich, dass diese Liste beliebig lang werden könnte.

Die eigentliche Anzeige der Suchergebnisse erfolgt derzeit letztendlich über tuvaro.com. Diese besteht zum überwiegenden Teil aus Werbeanzeigen (siehe Screenshot), die oftmals nicht gerade zu serösen Webseiten im World Wide Web führen. Einige der hier angebotenen Downloads holen noch mehr Malware auf den Rechner und andere Seiten wurden sofort durch meine Sicherheitssoftware als „potentiell gefährlich“ eingestuft und blockiert.

Screenshot: Tuvaro.com Suchergebnisseite

In 4 einfachen Schritten den Virus löschen und den Rechner absichern

1. Die Schadsoftware deinstallieren

In vielen Fällen lassen sich in der Windows Systemsteuerung Anwendungen finden, die Websearches, Websearch, Toolbar oder IEProtector usw. heißen. Am besten die Liste der installierten Programme nach ihrem Installationsdatum sortieren und neuere unbekannte Software deinstallieren.

Wer nicht genau weiß, wie unter der jeweiligen Windows-Version dieser Schritt durchgeführt wird, findet hier eine passende Anleitung dazu. Sollten sich keine auffälligen Anwendungen ausfindig machen lassen, dann diesen Punkt einfach überspringen und mit dem nächsten Schritt fortfahren.

2. Adware finden und löschen

Mit der Deinstallation ist das Problem leider noch nicht behoben. Die Hacker haben verschiedene Änderungen in der Windows-Registry vorgenommen und mehrere Manipulationen an den Einstellungen des Mozilla Firefox, Chrome und Internet Explorer durchgeführt.

Diese lassen sich mit dem kostenlosen Tool AdwCleaner schnell und vollständig beseitigen. AdwCleaner unter einer der genannten Adressen herunterladen und als Administrator ausführen. Nach wenigen Augenblicken sind die nervigen Systemänderungen identifiziert und können sauber vom Rechner gelöscht werden. Nach dem notwendigen Windows-Neustart unbedingt mit dem 3. Schritt dieser Anleitung fortfahren.

3. Versteckte Malware vom System entfernen

Auch wenn AdwCleaner vielleicht schon das System vollständig von Schadsoftware befreit hat, empfehle ich dieser Stelle einen intensiven Scan des Computers nach versteckter Malware (Trojaner, Viren, Würmer). Oftmals schlummern solche Gefahren irgendwo unbemerkt im System und verrichten im Hintergrund ihre gefährlichen Arbeiten.

Untersuchen Sie Ihren PC oder Laptop mithilfe der kostenfreien Version von Malwarebytes Anti-Malware. Dieser Scan kann durchaus mehrere Stunden dauern, findet dafür aber auch in der „hintersten Ecke“ der Festplatte unerwünschte Programmbestandteile.

4. Cookies und Verlauf löschen

Da bereits beim ersten Aufruf der Websearch-Suche diverse Cookies auf Ihrem Rechner gespeichert wurden und niemand wirklich weiß, wofür diese auch nach dem Bereinigen der Browser noch alles verwendet werden, empfehle ich an dieser Stelle alle Cookies zu entfernen. Auch der Browser-Verlauf sollte gelöscht werden, sodass keine versehentlichen erneuten Aufrufe der Websearches-Seiten mehr stattfinden.

Im Chrome in den Einstellungen einfach nach „Cookies“ suchen und diese entfernen. Im Internet Explorer dieser offiziellen Microsoft-Anleitung folgen und im Firefox wie im Screenshot zu sehen verfahren.

Firefox: Cookies und Chronik löschen

5. Den Computer besser absichern und sorgsamer bei Programm-Installationen verfahren

In den meisten Fällen fängt man sich Probleme mit einer Smartbar, Toolbar bzw. einem Browser-Hijacker wie Websearch durch die Installation anderer Anwendungen ein. Zum Beispiel durch eine Freeware oder einer vermeintlich nützlichen kostenfreien Software. Achten Sie bei solchen Installationen künftig darauf, was in den Nutzungsbedingungen steht und ob sich bei einem benutzerdefinierten Setup nicht optionale Komponenten abwählen lassen.

Führen Sie keine Updates bekannter Windows-Erweiterungen wie Flash, Java oder Adobe auf weniger seriösen Seiten aus. Eine spontane Meldung auf einer beliebigen Webseite, die zu solch einem Update aufruft bedeutet meist nicht, dass man es hier gut mit Ihnen meint.
Ein manipulierter Browser ist in der Regel zwar nur für den Nutzer nervig, jedoch können im Hintergrund durchaus Nutzerdaten übermittelt, Zugangsdaten ausgespäht und Persönlichkeitsprofile erstellt werden.

Verlassen Sie sich nicht auf kostenfreie Versionen eines Antivirus-Programms. Diese schützen lediglich vor echten Viren, nicht vor Phishing, Adware, Spyware und was es noch alles an unnützen Programmen und Gefahren im Web gibt. Hier hilft oft nur ein gesundes Misstrauen, Umsicht und eine kostenpflichtige Internet Security Lösung. Diese warnen bereits beim Besuch gefährlicher Webseiten vor möglichen Gefahren, unterbinden Downloads verseuchter Software und verhindern ungewollte Browser-Updates.

Hier auf der linken Seiten finden Sie einige Programm-Empfehlungen, die Ihnen einen professionellen Rundumschutz bis hin zur Kindersicherung und dem Schutz des Smartphones bieten. Nicht kostenlos! Dafür ersparen diese digitalen Türstehers Ihnen eine Menge Arbeit, Nerven und möglicherweise auch Probleme bei gehackten Zugangsdaten.

ESET Smart Security warnt vor Zugriffen auf Lollipop Network Webseiten

ESET Smart Security warnt vor Zugriffen auf sicherheitskritische Seiten und verhindert somit das Einschleusen gefährlicher Schadsoftware

% In eigener Sache

Hat die Anleitung geholfen, WebsSearch vom Computer zu entfernen? Dann geben Sie einen Dauen nach oben, hinter­lassen Sie einen Kommentar oder Teilen Sie diesen Beitrag bei Facebook & Co. Gern darf diese Anleitung auch verlinkt oder in Foren verbreitet werden. Damit helfen Sie anderen Opfern solch eines Adware-Angriffs aus dem Netz und machen den „Browserdoktor“ bekannter.

Diesen Beitrag in den sozialen Medien teilen

110 Antworten

  1. Avatar-Bild Leser-Kommentar calin

    Super, hat geklappt! Vielen Dank.
    Ganz leicht und sicher durch die einzelnen Schritte geleitet – super, dass immer deutlich dabei stand, dass die Downloads kostenlos sind und von welchen Seiten nicht heruntergeladen werden sollte. Gerade für Nicht-kenner sehr erleichternd. Ein großes Danke.

  2. Avatar-Bild Leser-Kommentar Yuna

    Vielen Dank hat alles zu 100% geklappt die beschreibung wahr sehr leicht und ausführlich . Großes Danke schön

Einen Kommentar schreiben